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Problemlösung

Einkochglas geht wieder auf: woran es liegt

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Sie haben eingekocht, und am nächsten Tag lässt sich der Deckel einfach abheben. Oder ein Glas im Vorratsregal hat sich nach Wochen von selbst geöffnet. Diese Seite unterscheidet beide Fälle, nennt die häufigsten Ursachen und erklärt, warum das Umdrehen der Gläser kein Ersatz für das Einkochen ist. Sie ist für alle gedacht, die mit Rundrandgläsern, Twist-off- oder Bügelgläsern arbeiten.

Zwei verschiedene Fälle unterscheiden

Wichtig ist, wann das Glas aufgeht. Hält es schon direkt nach dem Abkühlen nicht, hat sich kein Vakuum gebildet. Das liegt fast immer am Verschluss oder am Einkochen selbst. Der Inhalt ist dann nicht haltbar, aber nicht verdorben: Er kommt in den Kühlschrank und wird bald gegessen oder erneut eingekocht.

Geht ein zunächst dichtes Glas nach Tagen oder Wochen auf, haben häufig Mikroorganismen im Glas Gas gebildet. Das ist ein Zeichen für Verderb. Diesen Inhalt nicht probieren, sondern entsorgen.

Hinweis:Ein Glas, das sich nach der Lagerung von selbst öffnet, einen gewölbten Deckel hat, zischt, schäumt, trüb ist oder ungewohnt riecht, nicht essen. Das gilt besonders für säurearme Lebensmittel wie Bohnen und Fleisch.

Glasrand und Deckel prüfen

Fahren Sie mit dem Finger über den Glasrand. Schon kleine Absplitterungen oder Kerben verhindern, dass Gummiring oder Deckel rundum aufliegen. Solche Gläser eignen sich nicht mehr zum Einkochen.

Bei Rundrandgläsern muss der Gummiring sauber, elastisch und unbeschädigt sein. Alte Ringe werden hart, rissig oder dehnen sich aus. Bei Twist-off-Deckeln prüfen Sie die Dichtmasse innen: Ist sie eingedrückt, beschädigt oder der Deckel verbogen, ersetzen Sie ihn. Viele Hersteller empfehlen Twist-off-Deckel nur begrenzt wiederzuverwenden. Bei Bügelgläsern muss der Bügel kräftig genug spannen. Welche Gläser welche Teile brauchen, erklärt Welche Gläser zum Einkochen?.

  • Glasrand ohne Kerben und Absplitterungen
  • Gummiring weich, sauber, nicht ausgeleiert
  • Twist-off-Dichtmasse unbeschädigt, Deckel nicht verbogen
  • Klammern oder Bügel mit ausreichender Spannung

Füllhöhe und Sauberkeit

Sind Gläser zu voll, drückt der Inhalt beim Erhitzen nach oben, Saft oder Mus tritt aus und setzt sich auf die Dichtfläche. Ist zu viel Luft im Glas, bildet sich unter Umständen nicht genug Unterdruck. Ein häufig genannter Richtwert ist 2 bis 3 cm Platz zum Rand, die genauen Angaben stehen beim Glashersteller.

Wischen Sie den Rand vor dem Verschließen mit einem sauberen, feuchten Tuch ab. Fett, Zucker und Fruchtfasern auf dem Rand sind eine häufige Ursache für undichte Gläser.

Temperatur, Zeit und Abkühlen

Wurde zu kurz oder bei zu niedriger Temperatur eingekocht, entsteht oft kein stabiles Vakuum. Zählen Sie die Einkochzeit erst ab Erreichen der Temperatur und halten Sie sich an die Tabelle Ihres Geräts. Richtwerte nennt die Einkochtabelle.

Auch das Abkühlen spielt eine Rolle. Stellen Sie die Gläser auf ein Tuch ohne Zugluft und bewegen Sie sie nicht, bis sie kalt sind. Bei Rundrandgläsern bleiben die Klammern bis zum vollständigen Abkühlen dran. Wer Gläser früh abnimmt oder schüttelt, stört das Festsaugen des Deckels. Ein Einkochautomat mit Thermostat hält die Temperatur gleichmäßiger als ein Topf auf dem Herd, Modelle zeigt der Ratgeber Einkochautomaten aus Edelstahl.

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Warum Umdrehen kein Einkochen ist

Beim Heißabfüllen von Marmelade werden Gläser oft kurz auf den Deckel gestellt. Die heiße Masse soll so den Deckel innen erhitzen. Das ist eine Methode für sehr heiß und zuckerreich abgefüllte Konfitüre, kein Einkochen. Viele Glashersteller raten davon inzwischen ab, weil die Dichtung durch das Umdrehen leiden kann.

Beim Einkochen im Wasserbad werden die Gläser aufrecht erhitzt und aufrecht abgekühlt. Umdrehen bringt hier keinen Vorteil und ersetzt weder Temperatur noch Zeit. Mehr zum Ablauf lesen Sie unter Einkochen für Anfänger.

Was tun mit einem undichten Glas?

Ist das Glas direkt nach dem Abkühlen nicht dicht, haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie stellen es in den Kühlschrank und verbrauchen den Inhalt in den nächsten Tagen, oder Sie kochen es mit neuem Ring bzw. Deckel und sauberem Rand innerhalb eines Tages noch einmal ein. Dabei verliert das Obst etwas an Biss.

Prüfen Sie Ihren Vorrat regelmäßig. Ein Glas, das sich später öffnet, wird nicht neu eingekocht, sondern entsorgt. Eine bestimmte Haltbarkeit lässt sich für eingekochte Lebensmittel nicht zusagen, sie hängt von Hygiene, Lebensmittel und Lagerung ab.

Häufige Fragen

Kann ich Gummiringe wiederverwenden? Ja, solange sie sauber, weich und unbeschädigt sind. Harte oder rissige Ringe ersetzen Sie.

Wie prüfe ich ein Rundrandglas? Nach dem Abkühlen Klammern abnehmen und das Glas vorsichtig am Deckel anheben. Hält der Deckel, ist das Glas dicht.

Wie prüfe ich ein Twist-off-Glas? Der Deckel ist in der Mitte nach innen gewölbt und gibt beim Drücken nicht nach. Klackt er, ist kein Vakuum vorhanden.

Ist ein Glas mit etwas ausgelaufenem Saft noch gut? Wenn es nach dem Abkühlen dicht ist, meist ja. Wischen Sie es außen ab und kontrollieren Sie es bei der Lagerung.

Was Sie dafür brauchen