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Anleitung

Einkochen im Schnellkochtopf

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Viele Haushalte haben einen Schnellkochtopf, und manche Bedienungsanleitungen enthalten sogar eine Tabelle zum Einkochen. Diese Seite richtet sich an alle, die ihren Schnellkochtopf zum Einkochen nutzen möchten. Sie erfahren, welche Gläser hineinpassen, wie viel Wasser nötig ist, welche Stufe gängig ist und warum der Druckabbau besonders wichtig ist. Außerdem erklären wir den Unterschied zum amerikanischen Pressure Canner und für welche Lebensmittel der Schnellkochtopf nicht die richtige Wahl ist. Maßgeblich bleiben immer die Angaben Ihres Topfherstellers.

Was im Schnellkochtopf anders ist

Im verschlossenen Schnellkochtopf entsteht Überdruck, dadurch steigt der Siedepunkt des Wassers über 100 °C. Je nach Hersteller und Stufe liegt die Temperatur bei etwa 105 bis knapp 120 °C. Deshalb sind die Einkochzeiten deutlich kürzer als im offenen Wasserbad.

Der Topf ist aber für das Garen von Speisen konstruiert, nicht für das Einkochen. Er ist meist kleiner und niedriger als ein Einkochautomat, hat oft nur eine Ringmarkierung statt einer genauen Druckanzeige und kühlt nach dem Abschalten vergleichsweise schnell ab. Diese Punkte bestimmen, was Sie damit sinnvoll einkochen können.

Welche Gläser hineinpassen

Entscheidend ist die Höhe. Zwischen Glasdeckel und Topfdeckel muss genug Platz bleiben, damit das Ventil frei arbeiten kann. Die Anleitungen der Hersteller nennen dafür eine maximale Füllhöhe, die Sie nicht überschreiten dürfen. In vielen Haushaltstöpfen passen daher nur kleinere Gläser, etwa Marmelade- oder Sturzgläser bis etwa 500 ml.

Die Gläser stehen auf dem Dämpfeinsatz oder einem Gitter, nicht direkt auf dem Boden. Sie sollten sich nicht berühren. Twist-off-Gläser und Rundrandgläser mit Klammern sind gleichermaßen geeignet, sofern sie unbeschädigt sind. Mehr zu den Glasarten lesen Sie unter Einkochgläser: Arten im Überblick.

Schritt für Schritt einkochen

Das folgende Vorgehen ist verbreitet. Wassermenge, Stufe und Zeit entnehmen Sie der Anleitung Ihres Schnellkochtopfs. Fehlen dort Angaben zum Einkochen, nutzen Sie lieber Topf, Backofen oder Automat.

  1. 1

    Anleitung des Schnellkochtopfs auf Einkochangaben prüfen.

  2. 2

    Gläser heiß ausspülen, befüllen, Rand säubern und verschließen.

  3. 3

    Dämpfeinsatz oder Gitter einlegen und die vorgeschriebene Wassermenge einfüllen.

  4. 4

    Gläser mit Abstand einsetzen und die maximale Füllhöhe beachten.

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    Topf verschließen und auf hoher Stufe aufheizen, bis die angegebene Garstufe erreicht ist, häufig die niedrigere Stufe.

  6. 6

    Hitze reduzieren und die Stufe für die angegebene Zeit halten.

  7. 7

    Herd ausschalten und den Druck langsam von selbst abfallen lassen, ohne Abdampfen oder kaltes Wasser.

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    Erst öffnen, wenn der Topf drucklos ist, Gläser herausnehmen und ohne Zugluft abkühlen lassen.

Hinweis:Schnellkochtöpfe stehen unter Druck und enthalten kochend heißen Dampf. Nie mit Gewalt öffnen, Ventile vor jeder Nutzung auf Durchgang prüfen und die Sicherheitshinweise des Herstellers beachten. Schnelles Abdampfen kann dazu führen, dass Gläser überkochen oder springen.

Schnellkochtopf und Pressure Canner im Vergleich

Ein Pressure Canner ist ein speziell zum Einkochen gebauter Drucktopf. Er fasst mehrere große Gläser, hat ein Manometer oder ein Gewichtsventil mit festen Druckstufen und ist auf eine lange, kontrollierte Abkühlphase ausgelegt, die bei Druckeinkoch-Rezepten zur Erhitzungszeit dazugehört. Behörden in den USA raten deshalb davon ab, Pressure-Canner-Rezepte in kleinen Schnellkochtöpfen umzusetzen.

Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede. Einen ausführlichen Vergleich zwischen Druck- und Wasserbadverfahren finden Sie unter Druckeinkocher oder Einkochautomat.

Was sich eignet und was nicht

Gut geeignet sind kleine Mengen Obst, Kompott, Apfelmus, Chutney oder Tomatensoße mit Säurezusatz, sofern die Topfanleitung Zeiten dafür nennt. Wer nur ab und zu ein paar Gläser einkocht, spart mit dem Schnellkochtopf Zeit und Energie.

Nicht geeignet ist der Schnellkochtopf für Bohnen, Erbsen, Fleisch, Fisch und andere Lebensmittel mit wenig Säure. Diese brauchen laut den verbreiteten Empfehlungen eine genau kontrollierte, lange Hitzebehandlung über 100 °C, die ein Haushalts-Schnellkochtopf nicht zuverlässig liefert. Frieren Sie solche Lebensmittel besser ein, vakuumiert etwa mit einem Gerät aus dem Ratgeber Die besten Balkenvakuumierer. Für größere Mengen Obst ist ein Automat bequemer, siehe Einkochautomaten mit Zeitschaltuhr.

Hinweis:Bohnen, Fleisch und andere Lebensmittel mit wenig Säure gelten beim Einkochen als Botulismus-Risiko. Nicht im Schnellkochtopf einkochen. Gläser mit gewölbtem Deckel, Gas oder fremdem Geruch nicht probieren.

Häufige Fragen

Welche Stufe nehme ich zum Einkochen? Das legt die Anleitung Ihres Topfes fest. Häufig wird für Obst die niedrigere Stufe genannt. Ohne Herstellerangabe sollten Sie nicht experimentieren.

Gibt es eine Einkochtabelle für den Schnellkochtopf? Einige Hersteller drucken eine in die Bedienungsanleitung. Werte für den Einkochautomaten in unserer Einkochtabelle lassen sich nicht direkt übertragen.

Warum darf ich den Druck nicht schnell ablassen? Der plötzliche Druckabfall lässt den heißen Glasinhalt aufkochen. Flüssigkeit kann aus den Gläsern austreten, die Deckel schließen dann schlecht, und Gläser können springen.

Kann ich zwei Lagen Gläser stapeln? Nur wenn der Hersteller das ausdrücklich vorsieht und die maximale Füllhöhe eingehalten wird. In den meisten Haushaltstöpfen ist dafür kein Platz.

Was Sie dafür brauchen