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Vergleich

Einkochautomat oder Dampfentsafter?

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Wer Johannisbeeren, Trauben, Holunder oder Äpfel zu Saft verarbeiten möchte, landet beim Dampfentsaften. Dafür gibt es zwei Wege: einen Einkochautomaten mit Entsafteraufsatz oder einen eigenständigen Dampfentsafter, der auf dem Herd steht. Diese Seite ist für alle, die zwischen beiden Lösungen wählen. Wir erklären, wie Dampfentsaften funktioniert, vergleichen beide Varianten und zeigen, wie Sie den Saft anschließend haltbar abfüllen.

So funktioniert Dampfentsaften

Ein Dampfentsafter besteht aus drei Teilen: unten ein Wassertopf, darüber ein Saftauffangbehälter mit Auslauf und ganz oben ein gelochter Fruchtkorb. Das Wasser im unteren Teil kocht, der Dampf steigt durch einen Kamin in der Mitte nach oben und erhitzt die Früchte im Korb. Die Zellwände platzen, der Saft tropft in den Auffangbehälter und läuft über einen Schlauch ab.

Beim Einkochautomaten mit Entsafteraufsatz übernimmt der Automat die Rolle des Wassertopfs. Auf den Topf setzen Sie den Saftbehälter und den Fruchtkorb. Die Entsafterschaltung sorgt dafür, dass der Automat dauerhaft kocht und genug Dampf erzeugt, statt bei einer Zieltemperatur abzuschalten.

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    Wasser in den unteren Topf füllen, Menge laut Anleitung.

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    Saftbehälter und Fruchtkorb aufsetzen, Früchte locker einfüllen.

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    Deckel auflegen, Gerät oder Herd auf volle Leistung stellen.

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    Saft nach der Anlaufzeit über den Schlauch in heiß ausgespülte Flaschen füllen.

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    Wasserstand im unteren Topf im Blick behalten und bei Bedarf nachfüllen.

Beide Lösungen im Vergleich

Die Tabelle zeigt die typischen Unterschiede. Die genaue Füllmenge und Leistung hängen vom Modell ab.

Wann der Aufsatz für den Automaten passt

Wer bereits einen Einkochautomaten mit Entsafterschaltung hat, braucht nur den passenden Aufsatz. Er muss zum Durchmesser des Topfes passen, deshalb lohnt sich ein Aufsatz des gleichen Herstellers oder eine genaue Prüfung der Maße. Der große Vorteil: Der Herd bleibt frei und der Automat hält die Hitze gleichmäßig. Bei großen Mengen aus dem Garten ist das praktisch.

Achten Sie darauf, dass der Automat einen Auslaufhahn hat oder dass der Saftbehälter einen eigenen Auslaufschlauch besitzt. Wie wichtig der Hahn ist, erklärt Einkochautomat mit oder ohne Auslaufhahn?. Automaten mit Hahn, Thermostat und Zeitschaltuhr finden Sie im Ratgeber Einkochautomaten mit Zeitschaltuhr und Auslaufhahn.

Wann ein separater Dampfentsafter besser ist

Ein Dampfentsafter für den Herd ist sinnvoll, wenn Sie keinen Einkochautomaten besitzen und vor allem Saft machen möchten. Er ist kompakter und lässt sich nach der Saison im Schrank verstauen. Viele Modelle sind aus Edelstahl, das Unterteil dient außerhalb der Saftzeit als großer Kochtopf.

Für Gas- oder Induktionsherde prüfen Sie, ob der Boden geeignet ist. Auf dem Herd regeln Sie die Hitze selbst: zu wenig Leistung bedeutet wenig Dampf und langsamen Saftfluss, zu viel Leistung lässt das Wasser schnell verkochen. Was beim Einkochen ohne Strom zu beachten ist, beschreibt Einkochtopf ohne Strom.

Hinweis:Dampf und heißer Saft verursachen schwere Verbrühungen. Öffnen Sie den Deckel vom Körper weg, nutzen Sie Topflappen und halten Sie Kinder fern.

Saft haltbar abfüllen

Der Saft kommt beim Dampfentsaften sehr heiß aus dem Schlauch. Füllen Sie ihn direkt in heiß ausgespülte Flaschen bis knapp unter den Rand und verschließen Sie sie sofort mit sauberen Deckeln. Diese Heißabfüllung genügt bei vielen Säften, wenn Flaschen und Deckel sauber und heiß sind.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte oder den Saft nicht mehr heiß genug abfüllt, pasteurisiert die verschlossenen Flaschen anschließend im Einkochautomaten. Richtwerte und geeignete Flaschen beschreibt Saft in Flaschen einkochen. Für Gelee kochen Sie den Saft mit Gelierzucker nach Packungsangabe weiter.

Welche Früchte sich eignen

Dampfentsaften eignet sich besonders für weiche und kleine Früchte, die viel Saft enthalten. Beeren müssen nicht entstielt werden, Trauben können mit Stielen in den Korb. Größere Früchte schneiden Sie in Stücke, damit der Dampf gut durchdringt.

Der Trester, also der Rest im Korb, ist nach dem Entsaften weich und ausgelaugt. Viele geben ihn auf den Kompost. Aus Apfeltrester lässt sich noch Mus herstellen, wenn er durch ein Sieb passiert wird.

  • Johannisbeeren, Holunder, Brombeeren, Aronia
  • Trauben mit Stielen
  • Äpfel und Quitten in Stücken
  • Rhabarber für hellen, säuerlichen Saft

Häufige Fragen

Kann ich jeden Einkochautomaten zum Entsaften nutzen? Nur Modelle mit Entsafterschaltung oder Dauerkochstufe. Ein reiner Thermostat schaltet bei Erreichen der Temperatur ab und erzeugt dann zu wenig Dampf.

Muss ich Zucker zum Saft geben? Nein. Sie können Zucker in den Fruchtkorb streuen, um mehr Saft zu lösen, nötig ist das aber nicht. Ungesüßter Saft hält heiß abgefüllt ebenfalls.

Wie lange dauert ein Durchgang? Je nach Frucht und Menge meist eine bis anderthalb Stunden. Die Anleitung des Geräts nennt Richtwerte.

Ist ein Entsafter mit Zentrifuge eine Alternative? Für rohen Saft zum sofortigen Trinken ja. Für haltbaren Saft und Gelee in großen Mengen ist der Dampfentsafter gängiger.

Was Sie dafür brauchen