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Vergleich

Einkochautomat mit oder ohne Auslaufhahn?

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Viele Einkochautomaten werden mit Auslaufhahn angeboten, andere bewusst ohne. Der Hahn ist kein Detail: Er entscheidet mit, wie bequem das Ausleeren ist und ob der Topf auch als Saft- oder Glühweinspender taugt. Diese Seite ist für alle, die vor dem Kauf eines Einkochautomaten stehen und wissen möchten, ob sie den Hahn brauchen. Wir vergleichen beide Varianten nach Handhabung, Pflege und Einsatzbereich.

Wofür der Auslaufhahn da ist

Ein Einkochautomat fasst meist 25 bis 30 Liter. Nach dem Einkochen steht der Topf voll mit fast kochendem Wasser. Den Topf zu kippen ist gefährlich und mit Gläsern darin unmöglich. Der Hahn am unteren Rand löst dieses Problem: Sie lassen das Wasser in einen Eimer oder über einen Schlauch ab, nachdem Sie die Gläser herausgenommen haben.

Die zweite Aufgabe ist das Zapfen. Beim Dampfentsaften sammelt sich der Saft im Auffangbehälter, beim Glühwein oder Punsch steht das Getränk direkt im Topf. Mit dem Hahn füllen Sie Becher oder Flaschen, ohne zu schöpfen. Deshalb werden viele Automaten auch als Glühweinkocher verkauft.

Beide Varianten im Vergleich

Die Tabelle stellt die typischen Vor- und Nachteile nebeneinander. Sie gelten für die meisten Geräte, einzelne Modelle können abweichen.

Wann der Hahn wirklich hilft

Wer mehrmals pro Saison größere Mengen einkocht, schätzt den Hahn schnell. Vor allem bei zwei oder drei Durchgängen am Tag müssen Sie den Topf nicht jedes Mal mühsam leeren. Ein Teil des heißen Wassers kann sogar im Topf bleiben, wenn der nächste Durchgang ansteht.

Wer Saft entsaftet oder den Topf im Winter für Glühwein auf Feiern nutzt, braucht den Hahn praktisch. Gerade beim Zapfen von heißem Getränk ist eine Kelle umständlich und riskant.

Auch beim Reinigen ist der Hahn praktisch: Spülwasser läuft unten ab, der Topf muss nicht über die Spüle gehoben werden.

  • Regelmäßig viele Gläser: Hahn spart Kraft und Zeit
  • Saft und Glühwein: Hahn praktisch unverzichtbar
  • Kleiner Topf, seltenes Einkochen: Hahn verzichtbar

Was gegen einen Hahn sprechen kann

Jeder Hahn ist eine zusätzliche Öffnung im Topf und braucht eine Dichtung. Mit den Jahren kann sie verhärten, dann tropft der Hahn. Ersatzdichtungen sind bei bekannten Herstellern oft erhältlich, ein Blick in die Ersatzteilliste vor dem Kauf lohnt. Bei Kalk im Hahn hilft regelmäßiges Durchspülen mit verdünnter Zitronensäure.

Der Hahn ragt seitlich heraus. Wer den Topf in einem engen Schrank lagert oder auf eine schmale Arbeitsfläche stellt, sollte die Außenmaße prüfen. Manche Nutzer ziehen außerdem einen Topf ohne Hahn vor, weil er einfacher aufgebaut ist und es weniger Teile gibt, die verschleißen können. Wenn der Automat nicht mehr richtig heizt oder tropft, hilft Einkochautomat heizt nicht: prüfen und reparieren.

Hinweis:Lassen Sie heißes Wasser nur in einen stabilen, hitzefesten Behälter ab, der tief genug steht. Achten Sie auf Kinder und Haustiere in der Nähe.

Die Entscheidung in der Praxis

Für die meisten Käufer ist der Hahn die bessere Wahl, weil er Sicherheit und Komfort bringt und den Topf vielseitiger macht. Viele aktuelle Modelle kombinieren Hahn, Thermostat und Zeitschaltuhr. Eine Auswahl finden Sie im Ratgeber Einkochautomaten mit Zeitschaltuhr und Auslaufhahn.

Wer nur ein paar Gläser im Jahr einkocht, den Topf auf einem kleinen Herd nutzt oder einen besonders kompakten Topf möchte, kann auf den Hahn verzichten. Dann lohnt es sich, gleich einen Messbecher oder Schöpfkrug mitzudenken. Edelstahlmodelle mit und ohne Hahn zeigt Einkochautomaten aus Edelstahl.

Den Hahn richtig pflegen

Wer sich für einen Topf mit Hahn entscheidet, sollte ihn nach jedem Einsatz kurz pflegen. Nach dem Entsaften oder nach Glühwein spülen Sie den Hahn mit heißem Wasser durch, damit sich kein Zucker festsetzt. Nach der Einkochsaison lohnt eine Entkalkung des ganzen Topfes mit verdünnter Zitronensäure, dabei den Hahn mehrmals öffnen und schließen.

Lagern Sie den Topf mit geöffnetem Hahn oder zumindest trocken, damit die Dichtung nicht dauerhaft gepresst wird und keine Feuchtigkeit stehen bleibt. Prüfen Sie vor dem ersten Einsatz der Saison mit einer kleinen Menge Wasser, ob der Hahn dicht ist. So entdecken Sie Probleme, bevor der Topf mit Gläsern und 25 Litern Wasser auf der Arbeitsfläche steht.

Häufige Fragen

Kann ich einen Hahn nachrüsten? In der Regel nicht. Der Hahn ist in den Topf eingesetzt und abgedichtet. Ein nachträgliches Bohren beschädigt Emaille oder Beschichtung und ist nicht vorgesehen.

Tropft ein Auslaufhahn häufig? Bei neuen Geräten kaum. Mit den Jahren kann die Dichtung nachlassen. Dann hilft meist eine Ersatzdichtung vom Hersteller.

Brauche ich den Hahn zum Dampfentsaften? Ja, praktisch schon. Der Saft muss während des Entsaftens abgezapft werden. Mehr dazu unter Einkochautomat oder Dampfentsafter?.

Wie hoch muss der Topf stehen, damit der Hahn nutzbar ist? So hoch, dass ein Eimer oder Glas darunter passt. Viele stellen den Automaten an die Kante der Arbeitsfläche, damit der Hahn über den Rand ragt.

Was Sie dafür brauchen