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Anleitung

Kammervakuumierer in Betrieb nehmen und Öl wechseln

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Kammervakuumierer wie die verbreiteten DZ-260-Geräte oder kompakte Kammergeräte für Zuhause unterscheiden sich vor allem bei der Pumpe. Dieser Beitrag zeigt, was Sie vor dem ersten Einsatz prüfen, wie Sie Öl einfüllen, wie Sie Vakuum- und Schweißzeit finden und wie ein Ölwechsel typischerweise abläuft. Die genauen Schritte, Ölsorten und Intervalle stehen in der Anleitung Ihres Geräts und haben immer Vorrang.

Ölpumpe oder trockene Pumpe?

Größere Kammergeräte für Gastronomie und Metzgerei arbeiten häufig mit einer ölgeschmierten Drehschieberpumpe. Sie erreicht einen sehr niedrigen Restdruck, braucht aber Öl und gelegentliche Wartung. Viele kleinere Geräte für Zuhause haben dagegen eine trockene, als wartungsfrei beschriebene Pumpe ohne Öl.

Woran Sie es erkennen: Geräte mit Ölpumpe haben meist ein Schauglas mit Markierung, eine Einfüllschraube und eine Ablassschraube. Die Anleitung nennt dann auch das passende Vakuumpumpenöl. Haben Sie keine dieser Öffnungen und keine Ölangabe, ist die Pumpe sehr wahrscheinlich trocken. Mehr zum Prinzip lesen Sie unter Wie funktioniert ein Vakuumiergerät?.

Vor dem ersten Start

Stellen Sie das Gerät waagerecht auf eine stabile Fläche, damit der Ölstand richtig abgelesen werden kann. Lassen Sie rundherum Platz für die Lüftung. Entfernen Sie Transportsicherungen und Folien, und prüfen Sie, ob der Schweißbalken und die Deckeldichtung richtig sitzen.

Bei Geräten mit Ölpumpe ist das Öl für den Transport oft abgelassen. Ein Start ohne Öl kann die Pumpe beschädigen. Lesen Sie deshalb vor dem Einschalten den Abschnitt zur Inbetriebnahme in der Anleitung.

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    Gerät waagerecht aufstellen und Lüftungsschlitze frei lassen

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    Transportsicherungen und Schutzfolien entfernen

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    Deckeldichtung und Schweißbalken auf festen Sitz prüfen

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    Bei Ölpumpe: Ölstand im Schauglas prüfen

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    Erst danach Netzstecker einstecken und einschalten

Hinweis:Vor dem Öffnen von Einfüll- oder Ablassschrauben und vor jeder Reinigung den Netzstecker ziehen. Nur das vom Hersteller genannte Öl verwenden und das Gerät nicht öffnen, wenn die Anleitung das nicht vorsieht.

Öl einfüllen

Öffnen Sie die Einfüllschraube, die bei vielen Geräten von oben an der Pumpe oder unter einer Abdeckung liegt. Füllen Sie langsam das vorgeschriebene Vakuumpumpenöl ein und beobachten Sie dabei das Schauglas. Der Ölstand soll zwischen den Markierungen liegen, häufig etwa in der Mitte. Zu viel Öl kann zu Ölnebel führen, zu wenig verschlechtert Schmierung und Vakuum.

Schließen Sie die Schraube wieder und lassen Sie das Gerät einige Zyklen ohne Beutel laufen. Prüfen Sie danach den Ölstand erneut, da er sich nach dem ersten Lauf etwas verändern kann.

Vakuumzeit und Schweißzeit einstellen

Bei vielen Kammergeräten stellen Sie die Vakuumzeit in Sekunden ein, also wie lange die Pumpe die Kammer evakuiert. Einige Geräte haben einen Sensor oder eine Automatik. Die Schweißzeit bestimmt, wie lange der Schweißdraht heizt. Beide Werte hängen von Beutelstärke, Kammergröße und Pumpe ab, deshalb gibt es keine allgemeingültige Zahl.

Starten Sie mit den Werten aus der Anleitung und machen Sie einen Probebeutel. Ist die Naht milchig, unterbrochen oder lässt sie sich auseinanderziehen, erhöhen Sie die Schweißzeit in kleinen Schritten. Ist die Naht verbrannt, wellig oder sehr dünn, ist sie zu lang. Bei Flüssigkeiten beobachten Sie die Kammer: Beginnt die Flüssigkeit zu sprudeln, ist der Siedepunkt erreicht und die Vakuumzeit sollte nicht weiter steigen.

Ölwechsel Schritt für Schritt

Wie oft das Öl gewechselt wird, legt der Hersteller fest, meist nach Betriebsstunden. Ein Wechsel ist außerdem fällig, wenn das Öl im Schauglas milchig, trüb oder dunkel aussieht. Milchiges Öl deutet häufig auf Feuchtigkeit hin, die beim Vakuumieren feuchter Lebensmittel in die Pumpe gelangt. Viele Geräte haben dafür ein Programm, bei dem die Pumpe einige Minuten läuft, um Feuchtigkeit auszutreiben. Wie es heißt und wie es gestartet wird, steht in der Anleitung.

Ein Ölwechsel gelingt leichter bei warmem Öl, weil es dann besser abfließt. Arbeiten Sie trotzdem vorsichtig, da Pumpengehäuse heiß werden können.

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    Gerät einige Minuten laufen lassen, damit das Öl warm und dünnflüssig ist

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    Ausschalten und Netzstecker ziehen

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    Auffangbehälter unter die Ablassschraube stellen

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    Einfüllschraube und dann Ablassschraube öffnen und Öl ablaufen lassen

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    Ablassschraube schließen, neues Öl bis zur Markierung einfüllen

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    Einfüllschraube schließen, einige Leerzyklen fahren, Ölstand erneut prüfen

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    Altöl verschlossen beim Wertstoffhof oder Händler abgeben

Pflege im Alltag

Wischen Sie Kammer und Deckeldichtung nach dem Einsatz mit einem feuchten Tuch aus. Achten Sie darauf, dass kein Wasser oder Fleischsaft in die Absaugöffnung gelangt. Prüfen Sie das Teflonband über dem Schweißdraht regelmäßig: Ist es eingerissen oder verbrannt, wird die Naht unsauber. Hilfe bei Nahtproblemen bietet der Beitrag Schweißnaht hält nicht.

Wer ein neues Kammergerät sucht, findet Modelle mit Ölpumpe und mit trockener Pumpe in den Ratgebern Kammervakuumierer für Zuhause und Kammervakuumierer für Profis.

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Häufige Fragen

Welches Öl gehört in den Vakuumierer? Das Öl, das der Hersteller nennt, meist ein spezielles Vakuumpumpenöl. Motoröl oder Speiseöl sind nicht geeignet.

Warum ist das Öl milchig? Meist ist Feuchtigkeit in die Pumpe gelangt. Viele Geräte haben ein Trocknungsprogramm. Bleibt das Öl milchig, wechseln Sie es nach Anleitung.

Muss jeder Kammervakuumierer Öl haben? Nein. Viele Geräte für Zuhause haben eine trockene Pumpe ohne Ölwechsel. Ob Ihr Gerät Öl braucht, steht in der Anleitung.

Wie finde ich die richtige Schweißzeit? Mit einem Probebeutel, beginnend bei der Herstellerangabe. Die Naht soll gleichmäßig, klar und fest sein.

Was Sie dafür brauchen